Wenn du es eilig hast, gehe langsam …

feet of woman  in the sea waves

 

… wenn du es noch eiliger hast, mach einen Umweg. Morgens schnell ein Müsli löffeln und dabei die Zeitung oder schon erste Mails lesen, vom Parkplatz zum Büro hetzen, in letzter Minute beim Kunden aufschlagen, eben noch zwei Gespräche zwischen Tür und Angel führen bevor es im Galopp zum Jour fixe geht … Wir alle neigen dazu, zu rennen, anstatt zu gehen, sind unser ganzes Leben lang schon gerannt und rennen weiter in die Zukunft. Die Gewohnheit des Abhetzens haben wir von unseren Eltern übernommen: Sei schnell, beeil dich … Ein Coachee erzählt mir, dass in seiner Familie die Regel „Wer beim Gehen trödelt, der arbeitet auch langsam“ galt und er ein schlechtes Gewissen hat, wenn er mal nicht im Stechschritt unterwegs ist.

 

Wenn Sie solche Gewohnheiten einmal erkannt haben, können Sie Ihre Schritte ganz bewusst verlangsamen. Sie müssen nicht gegen das schnelle Gehen ankämpfen, es geht nur darum, es klar zu erkennen und es sich bewusst zu machen. Thich Nath Hanh, ein vietnamesischer buddhistischer Mönch und Wegbereiter des Achtsamkeitsgedankens im Westen, empfiehlt achtsames Gehen. Diese „Gehmeditation“ kann man jederzeit im Laufe des Arbeitstages praktizieren. Sie ermöglicht es, sich im Hier und Jetzt zu verankern und kleine Momente der Ruhe zu empfinden. Die Erfahrung aus unseren Management by Mindfulness Seminaren (Konzept und Inhalte siehe Button „Module“ in der Benutzerleiste) zeigt, dass es etlichen Teilnehmenden sehr gut gelingt, diese Gehmeditation in den Alltag zu integrieren. Sie gehen bewusst zu einem Termin, halten kurz inne und atmen tief durch, bevor Sie den Raum betreten. Sie empfinden mehr Ruhe und werden präsenter und souveräner wahrgenommen.

 

 

Anleitung Gehmeditation

 

Das langsame Gehen:

  • Geeignet für Anfänger
  • Zu jeder Zeit und an jedem Ort praktizierbar, z.B. beim Durchqueren des Büros
  • Jeweils beim Einatmen und Ausatmen ein Schritt
  • Legen Sie Ihre ganze Aufmerksamkeit darauf, wie Ihre Füße den Boden berühren
  • Einatmend machen Sie einen Schritt mit dem linken Fuß, ausatmend machen Sie einen Schritt mit dem rechten Fuß

 

Das schnelle Gehen:

  • Schnellerer Gang
  • Praktizierbar auf dem Weg zur Bushaltestelle, zur Besprechung oder mit Hilfe einer bestimmten Wegstrecke z.B. vom Parkplatz zum Büro
  • Aufmerksamkeit auf die Schritte und den Atem
  • Beim Einatmen machen Sie 2-3 Schritte, beim Ausatmen machen Sie 2-3 Schritte

Alternativ: 2-3 Schritte beim Einatmen und 3-4 Schritte beim Ausatmen

 

 

kvs

 

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